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Feuerwehr- und Rettungszufahrt

Eine Rettungszufahrt ist eine gesperrte Zufahrt, die Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Einsatz ohne Halt passieren müssen, während sie für alle anderen geschlossen bleibt. Die Sperre schützt den Bereich, darf aber nie den Einsatz verzögern.

In Karlsruhe zeigte sich das Problem einer starren Lösung: Die provisorische Sperrung der Fahrradstraße mit Baustellenelementen ließ auch Rettungsfahrzeuge und Anwohner nicht mehr durch. Seit 2020 steuern dort drei Zufahrtsanlagen den Verkehr, und Einsatzfahrzeuge erkennt die KI an ihrem Äußeren.

Für die Freigabe gibt es drei Wege, die sich an einer Anlage kombinieren lassen: Behördenfunk, RFID im Weitbereich und KI-Fahrzeugerkennung. Alle drei laufen über das BaseLink oder das SmartKit.

Behördenfunk (BOS)

Der Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben öffnet die Sperranlage, ohne dass das Fahrzeug anhält. In der Bewertungsmatrix erreicht er beim Kopierschutz und bei der Netzunabhängigkeit 5 von 5 Punkten.

RFID-Weitbereich mit Konvoi

Der Weitbereichsleser erkennt Fahrzeuge bis 12 Meter weit und eignet sich für Polizei, Rettungswagen und Feuerwehr, weil die Zufahrt ohne Verzögerung öffnet; inklusive Konvoi-Schaltung, etwa mit Aktivierung des blauen Lichts an der Bediensäule.

KI-Fahrzeugerkennung

Ein Videosensor erkennt Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst an ihrem Äußeren. Sie bekommen Zufahrt auch ohne hinterlegtes Kennzeichen und ohne Medium an Bord, wie bei Wilo in Dortmund und in Karlsruhe.

Welches Zufahrtsmittel für Einsatzfahrzeuge?

Die Entscheidungshilfe aus „Zufahrtsmittel im Vergleich“ nennt für die Rettungs- und Einsatzzufahrt: Hardware BaseLink; Behördenfunk, gegebenenfalls KI-Fahrzeugtyp-Erkennung; Kennzeichenerkennung, RFID-Aufkleber und Schlüsselschalter ebenfalls möglich.

Behördenfunk
Kein Medium am Fahrzeug, keine Netzverbindung nötig, hohes Öffnungstempo. Voraussetzung ist der Digitalfunk der Einsatzorganisation.
RFID-Weitbereich
Fälschungssicher, sperrbar bei Verlust, Aufkleber nicht übertragbar; Mehrfacheinfahrten verhindert Anti-Passback.
KI-Fahrzeugerkennung
Erkennt den Fahrzeugtyp in Echtzeit; auch fremde Einsatzfahrzeuge aus anderen Kommunen kommen durch, ohne vorher angelegt zu sein.
Rückfallebene
Schlüsselschalter oder Anruf bleiben als Eingänge nutzbar; der Controller arbeitet auch ohne Internetverbindung weiter.

Alle vierzehn Zufahrtsmittel im Vergleich: zur Bewertungsmatrix.

Einsatzzufahrt in der Praxis

Stadt Karlsruhe
Drei Zufahrtsanlagen im Zirkel und Passagehof priorisieren den Radverkehr; Einsatzfahrzeuge erkennt die KI an ihrem Äußeren: Referenz Karlsruhe.
Wilo SE, Dortmund
An sechs Werkszufahrten erkennt die Fahrzeugdetektion Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste, sodass sie ohne hinterlegtes Kennzeichen Zufahrt erhalten: Referenz Wilo.
Stadt Trier
Einsatzfahrzeuge per Behördenfunk, Dauerberechtigte per RFID, Sonderberechtigungen nach Anlagengruppe: Referenz Trier.
Verantwortung
Welche Fahrzeuge wann durchdürfen, legt der Betreiber im ControlHub fest; die Abstimmung mit Feuerwehr und Rettungsdienst gehört ins Sicherheitskonzept, wie es die ProPK-Leitfäden beschreiben: Normen und Rechtsrahmen.

Fragen zur Rettungszufahrt

Muss das Einsatzfahrzeug anhalten?
Nein. Behördenfunk und RFID-Weitbereich öffnen die Anlage aus der Fahrt, die KI erkennt das Fahrzeug im Anrollen. Der Weitbereichsleser reicht bis 12 Meter; die Konvoi-Schaltung hält die Anlage für nachfolgende Fahrzeuge offen.
Was passiert bei Netzausfall?
Der Controller verarbeitet die Zufahrtsmittel lokal und arbeitet ohne Internetverbindung weiter; Behördenfunk braucht ohnehin keine Netzverbindung der Anlage. Bewegungen werden gepuffert und später synchronisiert.
Kommen auch Einsatzfahrzeuge aus anderen Städten durch?
Mit KI-Fahrzeugerkennung ja: Sie erkennt Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst am Äußeren, ohne dass das Fahrzeug vorher angelegt wurde. Behördenfunk und RFID setzen dagegen ein Funkgerät oder Medium der Organisation voraus.

Rettungszufahrt planen

Sagen Sie uns, welche Organisationen die Zufahrt nutzen. In 30 Minuten zeigen wir, wie Behördenfunk, RFID und KI an einer Anlage zusammenspielen.

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