Zertifizierte Sperren beschaffen
BarrierSystems stellt Poller, Schranken und Tore nicht her. Wir steuern sie. Wer eine crashgeprüfte Sperre braucht, bekommt das geprüfte Element vom Hersteller; die Steuerung darüber ist davon unabhängig.
Genau das meint Herstellerunabhängigkeit: Die Wahl des Sperrelements bleibt frei, und die Bedienung bleibt trotzdem dieselbe. Eine bestehende geprüfte Anlage lässt sich nachrüsten, ohne dass die Prüfung berührt wird, der Controller sitzt in der Steuerung, nicht in der Mechanik.
Diese Seite ordnet die Prüfklassen ein und sagt, woher die geprüften Elemente kommen. Den Rechtsrahmen dahinter behandelt Normen und Rechtsrahmen. Beides dient der Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung.
Was die Prüfklassen aussagen
Eine Klassenangabe besteht aus vier Teilen: Fahrzeugtyp, Masse, Aufprallgeschwindigkeit und gemessene Eindringtiefe. Ohne diese vier Angaben sagt das Wort „zertifiziert“ wenig.
- PAS 68 (zurückgezogen)
- Britische Spezifikation für den Anfahrschutz. Sie legt fest, wie Fahrzeugsperren im Crashtest geprüft und nach Fahrzeugmasse, Geschwindigkeit und Eindringtiefe klassifiziert werden. Seit dem 25. Oktober 2023 zurückgezogen, für neue Prüfungen gilt ISO 22343-1. Bestehende Sperren tragen ihre PAS-68-Klasse weiter.
- IWA 14-1 (zurückgezogen)
- International Workshop Agreement der ISO, das internationale Gegenstück zu PAS 68. Teil 1 nannte Leistungsanforderungen und das Prüfverfahren im Anprall, Teil 2 die Anwendung im Schutzkonzept. Beide Teile sind zurückgezogen und 2023 in ISO 22343 aufgegangen.
- ISO 22343-1:2023 und ISO 22343-2:2023
- Der gültige Nachfolger beider Regelwerke. Teil 1 regelt die Anprallprüfung und die Klassifizierung, Teil 2 die Anwendung im Schutzkonzept. Eine Ausschreibung von heute sollte auf ISO 22343 verweisen, auch wenn die angebotene Sperre ihre Klasse noch nach PAS 68 oder IWA 14 führt.
- ASTM F2656 und DoS
- Amerikanische Prüfverfahren für Fahrzeugsperren; F2656/F2656M ist in der Ausgabe von 2023 gültig. Hersteller nennen sie häufig neben PAS 68 und IWA 14-1; welche der Prüfungen im Einzelfall gefordert ist, ergibt sich aus der Ausschreibung.
Ausführlicher stehen die Regeln, ihr Rang und die Gesetze daneben unter Normen und Rechtsrahmen.
Wann eine geprüfte Sperre nötig ist
Nicht jede Zufahrt braucht Anfahrschutz. Verbindlich wird eine Prüfklasse durch Gesetz, Verordnung, behördliche Auflage, Vertrag, Ausschreibung oder ein konkretes Sicherheitskonzept, nicht durch den Katalog eines Herstellers.
- Aus dem Schutzkonzept
- Die Leitfäden der Polizeilichen Kriminalprävention verstehen Zufahrtsschutz als laufenden Risikomanagementprozess. Die nötige Klasse folgt aus der Bedrohungsannahme, der Anfahrstrecke und dem, was hinter der Sperre liegt.
- Aus der Ausschreibung
- Fordert die Ausschreibung eine Klasse, ist sie zu erfüllen. Dann entscheidet nicht die Steuerung, sondern das Prüfzeugnis des Sperrelements.
- Ohne Anfahrschutzanforderung
- Werkszufahrt, Parkplatz, Lieferzone: Wo keine Klasse gefordert ist, zählen Durchsatz, Bedienung, Betrieb und Wartung. Eine crashgeprüfte Sperre kostet dort Geld, ohne etwas zu leisten.
Woher die geprüfte Sperre kommt
Wir liefern die Steuerung, nicht das Sperrelement. Die geprüften Elemente kommen von Herstellern, mit denen wir zusammenarbeiten. Was die vier nach eigenen Angaben führen:
| Hersteller | Was er führt | Was er zur Prüfung sagt |
|---|---|---|
| Perimeter Protection Group (PeriGuard) | Poller M30 und M50, starr oder automatisch versenkbar, dazu CityProtector; Durchfahrtssperren | nennt für nahezu alle Produkte PAS 68, IWA 14-1 oder ASTM F2656 |
| ZABAG Security Engineering | Falt-, Dreh-, Schiebe- und Teleskopschiebetore, Poller, Durchfahrtssperren, Schranken, Drehkreuzanlagen, Bediensäulen | führt Widerstands- und Beschussklassen als eigenen Bereich |
| Consel Group | Poller automatisch versenkbar, halbautomatisch und fest; Schranken automatisch, solar und manuell; Hochsicherheitstore und -zäune, Anfahrschutz | seit 1997 am Markt, nach eigenen Angaben über 400 umgesetzte Anlagen |
| FAAC mit MAGNETIC | Schranken, Poller, Personensperren und Terminals | MAGNETIC Autocontrol gehört zur FAAC Group |
Die Klasse je Produkt nennen wir hier nicht. Sie steht auf den Websites der Hersteller nicht, und sie gehört auch nicht dorthin: Eine Sperre trägt ihre Klassifizierung im Prüfzeugnis, und das gehört zum Angebot. Wer eine bestimmte Klasse braucht, bekommt den Nachweis vom Hersteller; beim Einordnen helfen wir.
Unabhängig davon bleibt die Steuerung: SmartKit und BaseLink schließen über potentialfreie Ein- und Ausgänge oder Modbus TCP an, gleich von welchem Hersteller das Element stammt. Alle Partner stehen unter Partner.
Fragen zu geprüften Sperren
- Stellt BarrierSystems Poller und Schranken selbst her?
- Nein. Wir liefern die Steuerung und die Software dazu. Das Sperrelement kommt vom Hersteller, und wir sind herstellerunabhängig: Der Controller schließt über potentialfreie Ein- und Ausgänge oder Modbus TCP an jede elektronisch steuerbare Anlage an.
- Welche Prüfklasse brauche ich?
- Das folgt aus dem Schutzkonzept, der behördlichen Auflage oder der Ausschreibung, nicht aus einem Katalog. Maßgeblich sind Bedrohungsannahme, Anfahrstrecke und das, was hinter der Sperre liegt. Wo keine Klasse gefordert ist, zählen Durchsatz, Bedienung und Betrieb.
- Was unterscheidet PAS 68 von IWA 14-1?
- PAS 68 ist die britische Spezifikation, IWA 14-1 das internationale Gegenstück der ISO. Beide prüfen Fahrzeugsperren im Anprall und klassifizieren nach Fahrzeugmasse, Geschwindigkeit und Eindringtiefe. Welche gefordert ist, steht in der Ausschreibung.
- Lässt sich eine geprüfte Sperre nachrüsten, ohne die Prüfung zu verlieren?
- Der Controller sitzt in der Steuerung, nicht in der Mechanik: Er schaltet die vorhandenen Ein- und Ausgänge. Ob eine Änderung im Einzelfall das Prüfzeugnis berührt, beantwortet der Hersteller der Sperre, fragen Sie ihn, bevor Sie umbauen.
- Wo finde ich die Klassifizierung eines Produkts?
- Im Prüfzeugnis des Herstellers, das zum Angebot gehört. Auf den öffentlichen Produktseiten stehen meist nur die Namen der Prüfverfahren, nicht die geprüften Werte.
Stand und Quellen
- Angaben zu den Herstellern
- Von deren eigenen Websites, abgerufen am 18. September 2026. Sie geben wieder, was die Hersteller über ihr Programm sagen, und sind keine Zusage von uns.
- Prüfklassen
- Quelle: ISO 22343-1:2023 und ISO 22343-2:2023 als gültige Regelwerke, dazu die zurückgezogenen PAS 68 und IWA 14-1, deren Klassen auf Bestandssperren weiterstehen; eingeordnet unter Normen und Rechtsrahmen. Ausgabestand jeweils bei der herausgebenden Stelle geprüft am 19. September 2026.
- Keine Rechtsberatung
- Welche Klasse im Einzelfall gefordert ist, ergibt sich aus Schutzkonzept, Auflage und Ausschreibung.
Wenn Sie noch keinen Hersteller haben
Der häufigste Fall auf dieser Seite: Jemand sucht eine geprüfte Sperre und landet bei einem Steuerungsanbieter. Das ist kein Umweg. Wir vermitteln den Kontakt zu einem Partner, der das Sperrelement liefert und einbaut, und bringen die Steuerung mit, die danach den Betrieb trägt.
- Was wir von Ihnen brauchen
- Wo die Zufahrt liegt und was dahinter liegt, ob eine Prüfklasse gefordert ist und woraus sie sich ergibt (Auflage, Ausschreibung, Sicherheitskonzept), und ob eine Anlage schon steht.
- Was Sie zurückbekommen
- Eine Einordnung, was die Anforderung verlangt und was nicht; einen oder mehrere Partner für das Sperrelement, mit Kontakt; und die Steuerung von uns, herstellerunabhängig.
- Was wir nicht tun
- Wir bauen keine Sperre und erteilen keine Rechtsberatung. Welche Klasse verbindlich ist, entscheidet die Auflage oder die Ausschreibung; das Prüfzeugnis kommt vom Hersteller.
Steht die Anlage schon, ist der Weg meist kürzer: Dann bleibt die Mechanik, und nur die Steuerung kommt hinzu, Schranke und Poller nachrüsten.
Sperre und Steuerung zusammen planen
Sagen Sie uns, was geschützt werden soll. Wir ordnen die Anforderung ein, nennen Ihnen Partner für das Sperrelement und stellen den Kontakt her.
