Cloud oder On-Premise
Die Frage betrifft den Server des Zufahrtsmanagements, nicht die Sperranlage selbst. Entschieden wird, wo die Software läuft, die Berechtigungen verwaltet, Bewegungen protokolliert und Anlagen aus der Ferne wartet, also wo die Daten liegen, wer den Server aktualisiert und von wo aus Nutzer zugreifen können.
Die Antwort hängt an drei Punkten: an den Vorgaben der eigenen IT, am Sicherheitsniveau des Standorts und daran, wie viel Betriebsaufwand im Haus bleiben soll. BarrierSystems bietet beide Betriebsformen als Option an, damit die Gegenüberstellung im Projekt transparent bleibt.
Die drei Betriebsformen
- Cloud
- Der Server steht bei BarrierSystems und wird von dort bereitgestellt und aktualisiert. Zugriff per Browser oder App von überall; die Anlagen kommunizieren über das Internet mit dem Server. Die Bereitstellung dauert wenige Stunden, eigene Serverhardware ist nicht nötig.
- On-Premise
- Der Server steht beim Kunden, auf eigener Hardware oder als NEXUS, dem Server von BarrierSystems im 19-Zoll-Rack inklusive USV. Server und Anlagen sind nur im internen Netzwerk erreichbar; Zugriff im Kundennetz, per VPN oder vor Ort. Updates laufen in Abstimmung mit der IT-Abteilung.
- Hybrid
- Der Zugriff auf ControlHub und ControlApp bleibt im internen Netz, während die Anlagen über das Internet mit dem Server kommunizieren dürfen. Das senkt den Aufwand gegenüber einem vollständigen On-Premise-Betrieb.
Merkmale, Voraussetzungen, Zielgruppen und Kosten im Einzelnen: Hosting für das ControlHub.
Was die Betriebsform für die Sperranlage ändert
Weniger, als häufig angenommen wird. Der Controller an der Anlage verarbeitet die Zufahrtsmittel lokal und arbeitet auch ohne Internetverbindung weiter; Bewegungen werden gepuffert und später synchronisiert. Behördenfunk braucht ohnehin keine Netzverbindung der Anlage. Das gilt in allen drei Betriebsformen.
- Bleibt gleich
- Öffnen und Schließen vor Ort, die hinterlegten Berechtigungen, die lokale Fehlererkennung und der Betrieb bei unterbrochener Verbindung.
- Hängt an der Verbindung
- Berechtigungen in Echtzeit erteilen oder entziehen, Bewegungen sofort auswerten, Anlagen aus der Ferne warten und Störungen ohne Verzug melden.
- Hängt an der Betriebsform
- Von wo aus verwaltet werden kann, wer den Server aktualisiert und überwacht, und in wessen Verantwortungsbereich die Bewegungsdaten liegen.
Sechs Fragen vor der Entscheidung
- Wer aktualisiert und überwacht den Server?
- In der Cloud übernimmt das BarrierSystems im eigenen Wartungszyklus. On-Premise liegt beides bei der IT des Betreibers, samt Betriebssystem, Sicherungen und Wiederherstellung.
- Wo dürfen die Bewegungsdaten liegen?
- Zufahrtsdaten sind personenbezogen, sobald sie sich einer Person zuordnen lassen, bei Kennzeichenerkennung regelmäßig der Fall. Cloud-Betrieb ist dann eine Auftragsverarbeitung nach DSGVO; bei On-Premise bleiben die Daten im eigenen Verantwortungsbereich. Einordnung: Normen und Rechtsrahmen.
- Von wo aus wird verwaltet?
- Sollen Pförtner, Hausmeister oder Bereitschaft auch von unterwegs freigeben, spricht das für die Cloud. Bleibt die Verwaltung ohnehin am Standort, entfällt dieser Vorteil.
- Gibt es einen Linux-Server und jemanden, der ihn betreibt?
- On-Premise setzt einen Ubuntu-Server, Portweiterleitungen und einen VPN- oder Jump-Host-Zugang voraus. Fehlt die Hardware, liefert NEXUS sie, die Betriebsverantwortung bleibt trotzdem im Haus.
- Welche Vorgaben gelten für den Standort?
- Betreiber kritischer Anlagen und größere Unternehmen unterliegen eigenen Anforderungen an Netztrennung und Nachweisführung, etwa aus dem KRITIS-Dachgesetz und der NIS-2-Umsetzung. Ob und wie sie im Einzelfall greifen, klärt die eigene Rechts- oder Informationssicherheitsabteilung.
- Wie viele Standorte, und kommen weitere dazu?
- Mehrere Standorte unter einer Verwaltung sprechen für die Cloud oder für einen hybriden Betrieb; ein einzelnes, streng abgeschottetes Gelände für On-Premise.
Häufige Fragen
- Bleibt die Schranke bei Internetausfall bedienbar?
- Ja. Der Controller verarbeitet die Zufahrtsmittel lokal und arbeitet ohne Internetverbindung weiter; Bewegungen werden gepuffert und später synchronisiert. Was in dieser Zeit fehlt, ist die Verwaltung aus der Ferne, nicht die Zufahrt selbst.
- Ist On-Premise sicherer als Cloud?
- Es verschiebt die Angriffsfläche und die Verantwortung, nicht automatisch das Sicherheitsniveau. Im internen Netz sind Server und Anlagen über das Internet nicht erreichbar; dafür liegen Aktualisierung, Überwachung und Sicherung beim Betreiber. Eine ungepflegte eigene Installation ist nicht sicherer als ein gepflegter Cloud-Betrieb.
- Verlangt die DSGVO den Betrieb im eigenen Haus?
- Nein. Die DSGVO verlangt eine Rechtsgrundlage, eine Zweckbindung, Löschfristen und, beim Cloud-Betrieb, einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Beide Betriebsformen sind damit vereinbar. Diese Seite ordnet ein und ersetzt keine Rechtsberatung.
- Was ist NEXUS?
- Der On-Premise-Server von BarrierSystems im 19-Zoll-Rack inklusive USV, für Betreiber, die On-Premise fahren wollen, aber keine eigene Serverhardware stellen möchten.
- Für wen wird On-Premise empfohlen?
- Für KRITIS, größere Unternehmensstandorte und die Absicherung von Innenstädten. Beispiele und Kosten stehen unter Hosting für das ControlHub.
- Lässt sich die Betriebsform später noch wechseln?
- Ja, jederzeit nachträglich. Die Entscheidung legt Sie nicht fest: Wer in der Cloud startet, kann später auf On-Premise wechseln, und umgekehrt. Was sich ändert, sind die Kosten im Betrieb, wie stark, hängt am Setup vor Ort. Was die Kosten treibt.
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Wir stellen beide Varianten für Ihr Projekt gegenüber, mit Aufwand und Kosten.
